
Beerdigung
Obwohl Sterben ganz selbstverständlich zum Leben gehört, wird dieses Thema gerne aus dem Leben ausgeklammert. Und auch ich, als Seelsorger habe natürlich nicht das Bestreben, Sie pausenlos mit dem Tod zu konfrontieren. Aber dennoch halte ich es für wichtig auch diese Lebensphase zu bedenken.
1. Phase: Im Vorfeld ohne konkreten Sterbefall. Machen Sie sich mit ihren Angehörigen Gedanken: wie soll der Abschied für die Hinterbliebenen verlaufen, welche Bestattungsform finden Sie als passend, wie soll die Feier ablaufen, wie soll der Gottesdienst gestaltet werden? Hier empfiehlt es sich auch, sich von einem Bestattungsinstitut beraten zu lassen. Denn die Institute haben die Erfahrung und das Wissen was in Deutschland überhaupt gesetzlich möglich ist. Dann empfiehlt sich auch ein Gespräch mit dem Ortspfarrer. Denn ich erlebe es oft das ich als Priester im Trauergespräch mit Wünschen ( z.B. Sarg soll nicht abgelassen werden) konfrontiert werde, die den Vorgaben der Kirche nicht entsprechen, oder die sich in der Kirche technisch (z.B. abspielen von Musikdateien) nicht realisieren lassen. Und dann muss ich die Angehörigen in der akuten Trauer auch noch enttäuschen mit einer Absage der Wünsche. Eine sehr schwierige Situation für die Angehörigen, aber auch für mich. Besser ein solches Gespräch findet im Vorfeld statt und man hat Zeit sich Alternativen zu überlegen. Grundsätzlich ist die kirchliche Begräbnisfeier nicht privater Natur, sondern Gottesdienst der Gemeinde; sie stellt einen kirchlichen Vollzug des Glaubens dar und ist weniger eine kirchliche Dienstleistung. Ein gleichbleibender Ablauf (Ritus) gibt Orientierung.
2.Phase: Akuter Sterbefall. Wenn bei Ihnen ein akuter Sterbefall eingetreten ist, suchen Sie ein Bestattungsunternehmen auf. Der Bestatter klärt vieles für Sie und er vereinbart auch mit dem Pfarrbüro den Termin bezüglich der kirchlichen Feier. Im Anschluss melde ich mich, oder einer der beiden Diakone bei Ihnen und vereinbart ein Trauergespräch. In diesem Gespräch geht es zum einen um die Gestaltung der Trauerfeier, aber auch darum, was aus dem Leben des Verstorbenen in der Predigt benannt werden soll. Auch ihre ganz persönliche Betroffenheit mit dem Trauerfall und Fragen, die sich für Sie daraus ergeben können geklärt werden, bin hin zu einem ganz persönlichen Seelsorgegespräch. Trauen Sie sich ruhig, die Themen, die Sie bewegen, anzusprechen. Es ist ein vertrauliches Gespräch. Nichts wird öffentlich, wenn Sie es nicht wollen.
Phase 3: Die Zeit nach dem Todesfall. Nun beginnt die Zeit nach der Beerdigung und damit ohne dem Verstorbenen. Emotional oft noch mal eine sehr fordernde Zeit. Nach der Geschäftigkeit der Beerdigung tritt nun Ruhe ein. Sie haben Zeit es können die verschiedensten Momente des gemeinsam Erlebten wieder ins Bewußtsein kommen und Sie erleben erst bei wie vielen Aktivitäten des Alltags Sie mit der oder dem Verstorbenen zusammen waren und nun eben nicht mehr. Es gilt nun Rituale des Trauerns und des Gedenkens (z.B. Gang zum Grab, Einrichten einer Gedenkecke in der Wohnung, usw.) in den persönlichen Lebenslauf zu integrieren aber auch den Blick auf neue Aufgaben ( z.B. mehr Zeit für den Enkel oder der ehemaligen Arbeitskollegen, …) zu richten. Nicht immer reicht die eigene Kraft aus die oben beschriebenen Schritte zu gehen. Daher hält auch die Kirche verschiedenste Angebote bereit: •Das persönliche Gespräch in der Nachsorge mit dem Seelsorger. Kontakt über Pfarrbüro •Trauerbegleitung durch ausgebildete Ehrenamtliche. Kontakt: benedikta@my-wunder.de (siehe eigener Eintrag) •Angebote von Trauergruppen. Kontakt über die Hompage der Diözese Im Anschluss melde ich mich, oder einer der beiden Diakone bei Ihnen und vereinbart ein Trauergespräch. In diesem Gespräch geht es zum einen um die Gestaltung der Trauerfeier, aber auch darum, was aus dem Leben des Verstorbenen in der Predigt benannt werden soll. Auch ihre ganz persönliche Betroffenheit mit dem Trauerfall und Fragen, die sich für Sie daraus ergeben können geklärt werden, bin hin zu einem ganz persönlichen Seelsorgegespräch. Trauen Sie sich ruhig, die Themen, die Sie bewegen, anzusprechen. Es ist ein vertrauliches Gespräch. Nichts wird öffentlich, wenn Sie es nicht wollen.
